Erst die Arbeit, dann die Pizza

In jeder halben Arbeitsstunde verdienten die Kinder und Jugendlichen drei „Minis“, die Währung in miniWUG. Wer acht Arbeitseinheiten absolviert hat und die Pflichtveranstaltungen an der hausinternen „Uni“ besucht hat, der kann zum*r Gesell*in werden und sogar vier Minis verdienen, als Meister*in gibt es fünf Minis pro halber Arbeitsstunde. Das hart verdiente Geld konnte für Snacks ausgegeben werden, die das Küchenteam für die 400 Bürger*innen der Mini-Stadt hergestellt hat.

Ein Projekt mit nachhaltiger Wirkung

Unter den Besucher*innen dieser besonderen Projektwoche war neben Schulrat Franz-Xaver Heller und Rainer Rupprecht von der Hermann Gutmann Stiftung auch Veronika Schwarz, die die SiA-Regionalkoordination im Raum Ingolstadt und Nürnberg verantwortet. Sie hospitierte an einem der Projekttage in der Mittelschule, die engagiertes Mitglied im „Netzwerk Schule im Aufbruch e.V.“ ist. „Ich habe viele fröhliche Gesichter und gute Stimmung bei den Schüler*innen, aber auch bei den Lehrkräften gesehen“, sagt sie. Es sei beeindruckend, wie dieses enorme Projekt koordiniert ist, so dass tatsächlich alle 400 Schüler*innen zu jeder Zeit eine Beschäftigung hatten.

„Das gesamte Projekt ist an den 17 Zielen orientiert und die vielen Werkstätten haben jeweils einen Bezug zu einem der Ziele“, erklärt sie. So konnten die Schüler*innen in dieser (arbeits-)intensiven Woche nicht nur ganz praktisch etwas über den Alltag in der Arbeitswelt lernen, sondern auch etwas über sich selbst erfahren: Welche Kompetenzen habe ich schon in welcher Ausprägung? Was mache ich eigentlich gern? Und wie wirke ich mit meinem Handeln in meine Umgebung, Schule – und die ganze Welt?

Das Projekt wurde von 70 Lehrer*innen ein Jahr lang vorbereitet, der Erfolg und die motivierten Kinder geben ihnen recht. Jedes Jahr ist miniWUG nicht umsetzbar, aber wir sind uns sicher: Sie wird wiederkommen.